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Es war ein sonniger Samstagmorgen, nur ein paar Wolken waren am Himmel zu sehen. Aber es blieb trocken und der Wind wehte nur leicht.
Es war ideales Wetter um Heu einzufahren. Und genau das machten einige fleißige Leute am Remstädter Sportplatz. Aber auch auf dem Sportplatz gab es ein emsiges Treiben. Viele Mannschaften liefen über den Rasen, aber alle trugen die gleichen Trikots.
Es waren die Vertreter der Jugendfeuerwehren des Landkreises Gotha/Thüringen, die hier fleißig um die Wette stritten. Zum diesjährigen Kreisausscheid waren die Teams aus 16 Jugendfeuerwehren angereist. In zwei Wettbewerben und der Gesamtwertung galt es den Sieger zu ermitteln. Pünktlich 8 Uhr wurden die Wettbewerbe durch den Kreisbrandinspektor Gerald Sommerlandt eröffnet. Die Wertungsrichter hatten das Fußballfeld in einen Parcours verwandelt, alle Mannschaften hatten gut trainiert; so konnte der anstrengende Tag beginnen. Zuerst der Bundeswettbewerb, bei dem nach bundeseinheitlichen Regeln zunächst eine Übung absolviert werden muss. Jeder Handgriff, jedes Kommando und jeder Schritt sind genau vorgegeben, und müssen unter den wachsamen Augen der Wertungsrichter vorgeführt werden. Dabei mussten auch einige Hindernisse mit überwunden werden. Nicht ganz einfach, was die Auswertung dann auch zeigte, denn keine Mannschaft konnte fehlerfrei den Wettbewerb beenden. Jeder entdeckte Fehler wurde sofort notiert, und in einem komplizierten Punkteverfahren umgerechnet. Der zweite Teil fordert dann die sportliche Seite der Wettkämpfer. In einem 400- Meter- Staffellauf müssen nicht nur die Strecke so schnell als möglich bezwungen und der Staffelstab fehlerfrei weitergegeben werden. Es müssen auch kleinere Aufgaben erledigt und einige Hindernisse überwunden werden, die zwar einfach aussehen, aber recht schwierig zu meistern sind. Wer kann schon in weinigen Sekunden einen 20 Meter langen Feuerwehrschlauch aufrollen, oder eine Feuerwehrleine punktgenau zwischen zwei Stangen werfen? Gewonnen haben die Teams, die am Schnellsten, sichersten und mit den wenigsten Fehlern diese Zwei Teile absolvierten. Als Sieger standen dann Neudietendorf vor Wandersleben und Waltershausen fest. Die zwei ersten dürfen im nächsten Jahr den Landkreis bei den Thüringer Landesmeisterschaften vertreten. Im Zweiten Wettbewerb, dem Rahmenprogramm wurde die Vielseitigkeit des Feuerwehrwesens abverlangt. Die Theorie im Wissenstest, was bei 20 Fragen schon an eine umfangreiche Schularbeit erinnert, und in vier weiteren Stationen die praktische Feuerwehrarbeit und der Sport. Gerätekunde klingt ganz einfach, aber bei der Vielzahl der Löschgeräte und deren Zubehör, muss man schon einen kühlen Kopf bewahren, um alle Geräte richtig zu erkennen und die Einsatzbereiche zu erklären. Beim Schauchkegeln war neben Geschick auch eine gute Portion Glück gefragt. Nur wer mit einer ruhigen Hand, der richtigen Kraft und dem geeigneten Augenmass loslegte, konnte gewinnen. Im sportlichen Teil gab es dann einen Staffellauf ohne Hindernisse oder Aufgaben. Bei der Schnelligkeitsübung musste eine Schlauchleitung verlegt werden, natürlich in Teamwork und so schnell als möglich. Sieger waren hier die Waltershäuser vor Gotha-Siebleben und Wandersleben. In der Gesamtwertung ergab das dann einen Doppelsieger. Die Teams aus Neudietendorf und Waltershausen belegten punktgleich den ersten Platz, gefolgt von Wandersleben und Gamstädt. Für alle Beteiligten war dieser Samstag ein schöner Samstag. Konnte auch nicht jeder gewinnen, so waren doch alle mit ihrer Leistung recht zu frieden. Ich denke, dass keine Mannschaft am Wochenende noch in die Schulhefte sehen musste, wie es der Erste Beigeordnete des Landrates, Thomas Fröhlich, bei der Siegerehrung sagte. Ein großes Dankeschön sagte zum Abschluss der Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Ernert den Wertungsrichtern und den Organisatoren vor Ort, die für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und die Verpflegung sorgten. Im nächsten Jahr wird es den nächsten Kreisausscheid geben, dann ist der Bereich um Gräfentonna Organisator. Bis dahin ist viel Zeit, Zeit zum üben und verbessern, denn jeder möchte gern einmal auf dem Siegertreppchen stehen, und ein kleiner Fehler kann auch einen Favoriten weit nach hinten werfen.
Herbert Christ, 17.09.2007 |