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Am Samstag, dem 16. September trafen sich in Waltershausen Vertreter der Jugendfeuerwehren des Landkreises zu ihrem diesjährigen Kreisausscheid. Dieser wurde nach 1999 schon zum zweiten Mal in Waltershausen ausgetragen.
Bei strahlendem Sonnenschein gingen Jungen und Mädchen aus zehn Jugendfeuerwehren an den Start. Eigentlich gibt es 73 Jugendfeuerwehren im Landkreis, aber die strengen Regeln des Wettbewerbes erlauben nur Kindern im Alter von 10 bis 18 Jahren teilzunehmen.
Die vielen Jüngeren dürfen hier nur zusehen, die 16jährigen sind meist schon Mitglied in der Einsatzabteilung und damit auch nicht startberechtigt. Erschwerend kommt dazu, dass nur Kinder aus einer Jugendfeuerwehr eine Mannschaft bilden dürfen. Hier bemerkt man deutlich die Nachwuchsprobleme, die wegen der geburtenschwachen Jahrgänge nun auch Auswirkungen in den Jugendfeuerwehren zeigen. Zum Glück gibt es im Landkreis schon annähernd 100 Kinder ab sechs Jahre, die sich in „Bambini-Gruppen“ in den Feuerwehren treffen. Im neuen Brandschutzgesetz, welches hoffentlich auch mal verabschiedet wird, ist das Eintrittsalter für die Jugendfeuerwehren von zehn auf sechs Jahre heruntergesetzt. Mit viel Spiel und Spaß sollen diese „Bambinis“ dann bei Feuerwehr mitmachen. Einen eigenen Kreisausscheid wird es aber für die „Bambinis“ nicht geben. Den machen dann nach wie vor die Kids ab zehn Jahre.
Zum Wettbewerb gehören zwei Teile. Ein Löschangriff, der nach genau vorgegebenen Richtlinien vorgetragen wird. Wichtig sind der genaue Ablauf der Übung, die korrekten Befehle und die richtige Reihenfolge der Handgriffe. Die Kinder müssen innerhalb von sechs Minuten Schlauchleitungen verlegen, vorgegebene Knoten binden, und verschiedene Hindernisse überwinden. Das Alles erfordert zum einen Disziplin, Kraft und Geschick, aber auch Schnelligkeit und teamfähiges Miteinander. Für jeden Fehler gibt es Minuspunkte, die von 1000 Pluspunkten abgezogen werden. Auch der Gesamteindruck, die Uniformen und das Auftreten der Gruppe werden mitbewertet.
Im zweiten Teil des Wettbewerbes steht der sportliche Gedanke im Vordergrund. Auf eine 400-Meter-Strecke müssen einige Hindernisse überwunden und ein Staffelstab vom Start bis zum Ziel getragen werden. Dabei gilt es auch einige Aufgaben zu erledigen. Ein Schlauch muss aufgerollt, eine Leine an ein Strahlrohr geknotet und eine andere Leine ins Ziel geworfen werden. Ein Läufer darf sich sogar auf einer Krankentrage „ausruhen“, bevor er sich mit Helm, Handschuhen und Koppel ausrüstet, um danach den Staffelstab zum nächsten Läufer weiterzureichen.
Je nach dem Altersdurchschnitt der Starter gibt es eine Zeitvorgabe, die es zu unterbieten gilt. Denn jede gewonnene Sekunde bringt im Endergebnis Pluspunkte. Aber auch jeder Fehler wird mit Minuspunkten bestraft. Am Ende wird nach einem nicht ganz einfachen System der Punktbeste, der Sieger, ermittelt.
In diesem Jahr konnten sich die Waltershäuser Mädchen und Jungen vor der Mannschaft aus Neudietendorf, den amtierenden Landesmeister und Deutschem Vizemeister, durchsetzen. Auf den dritten Platz schafften es die Kinder aus Gotha-Siebleben.
Hier die Gesamtwertung:
Platz Punktzahl Jugendfeuerwehr
1 1368,7 Waltershausen
2 1367,0 Neudietendorf
3 1355,7 Gotha - Siebleben
4 1335,0 Wandersleben
5 1326,3 Gamstädt
6 1267,1 Wangenheim
7 1251,7 Tüttleben
8 1218,4 Westhausen
9 1214,6 Gotha - Stadtmitte
10 1128,3 Mühlberg
Herbert Christ

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