Chronik 2004
 
Kreisausscheid des Landkreises Gotha in Friedrichroda
 

Jugendfeuerwehr Mühlberg beim A-Teil
 

Viele Feuerwehrfahrzeuge aus dem ganzen Landkreis machten sich am frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Friedrichroda. Aber nicht ein Feuer oder sonst ein Großeinsatz war der Grund. Wenn man genau hinsah, konnte man Kinder und Jugendliche hinter den Fenstern der Fahrzeuge sehen.

Kein Wunder, denn in Friedrichroda trafen sich die Jugendfeuerwehren um den Besten im Bundeswettbewerb zu ermitteln. Dieser bundesweit einheitliche Wettbewerb wird seit vielen Jahren in unserem Landkreis ausgerichtet. Wie gut diese Tradition ist, zeigen die Erfolge die in den letzten Jahren Jugendfeuerwehren aus unserem Landkreis auch bundesweit erzielen konnten. So kamen in den vergangenen Jahren viele Landesmeister aus unserem Kreis und auch einen Deutschen Meister, den höchsten Titel in diesem Wettbewerb, haben wir.

Nun war also Kreisausscheid. Die Sieger dürfen unseren Landkreis bei den nächsten Landesmeisterschaften vertreten. Aber vor dem Erfolg stehen auch bei uns der Fleiß und der Schweiß. Viele Wochen lang wurde trainiert und immer wieder alle Handgriffe geübt. Zwei Vorentscheide waren für die Kids die letzten Generalproben. Nun aber wurde es ernst. Sechzehn Jugendgruppen waren für den Ausscheid qualifiziert. Starten konnten letztendlich nur vierzehn. Zwei Gruppen mussten wegen Krankheit und Verletzung noch absagen. Für die angereisten Mannschaften begann ein aufregender Vormittag.
Im ersten Teil des Wettbewerbs, einer Feuerwehrgrundübung die ohne Wasser vorgetragen wird, waren die Mannschaften trotz des einen oder anderen Fehler noch ziemlich dicht beisammen. Schließlich sind für diese Übung ganz genau alle Handlungen und Befehle vorgegeben und die Wertungsrichter sehen und hören jeden Fehler, der dann auch mit Minuspunkten bestraft wird.
Im zweiten Teil, einem Staffellauf über 400 Meter, kam es dann nicht nur auf Schnelligkeit an, sonder auch auf Fingerfertigkeit und Kraft. Galt es doch auf diesen 400 Metern auch einige Hindernisse zu überwinden und einige Aufgaben zu lösen. Beide Teile des Wettbewerbs wurden dann zum Schluss zusammen gezählt. Nachdem dann noch die Punkte für Disziplin und Auftreten in die Wertung eingerechnet sind, steht der diesjährige Kreismeister fest. In eine separate Wertung gingen die Ergebnisse des 100-Meter-Laufes ein. Aus jeder Jugendfeuerwehr konnten zwei Teilnehmer an den Start gehen. Für jede Altersklasse gab es eine eigene Wertung.
Das Endergebnis überraschte viele. Auf dem dritten Platz konnte sich die Jugendfeuerwehr aus Wandersleben platzieren. Den zweiten Platz belegte der diesjährige Landesmeister aus Neudietendorf, und auf dem ersten Platz die Mannschaft aus Gamstädt.
Das alles bei diesem Wettbewerb so gut geklappt hat, ist vor allem auch der Feuerwehr und dem Feuerwehrverein aus Friedrichroda zu verdanken. Diese haben die Kreisjugendfeuerwehr bei der Vorbereitung und Durchführung sehr gut unterstützt.



Siegermannschaft aus Gamstädt