Die Handballsaison war zwar bereits abgeschlossen, dennoch wurde es noch einmal voll und laut vor den Sommerferien im Ronneburger Sportzentrum, als vom 01. bis 03.07.2011 Jugendfeuerwehren des Landkreises Greiz das Gelände nebst Bürgersaal in Beschlag nahmen.
Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Komorowski hatte Anfang des Jahres zum 5. Kreiszeltlager eingeladen, nach dem das Lager im letzten Jahr wegen starken Regens kurzfristig abgesagt werden musste. 12 Jugendfeuerwehren, bestehend aus 141 Kindern zwischen 10 und 16 Jahren und Betreuern, folgten der Einladung.
Hinzu kamen noch 13 Teilnehmer aus dem hessischen Münzenberg, Ortsteil Gambach. Die Ronneburger „Löschzwerge“ wollten mit dem Zeltlager gleichzeitig ihr 50-jähriges Bestehen feiern und hatten dazu auch die befreundete Wehr aus der Partnerstadt eingeladen.
Am Freitag trafen alle Teilnehmer im Laufe des Nachmittags ein. Nach dem gemeinsamen Zeltaufbau auf einem abgetrennten Gelände des Sommerbades und erster Geländeerkundung erfolgte die Begrüßung durch die Ronneburger Stadtbrandmeisterin Cornelia Zorn und die Eröffnung des Lagers durch den Kreisbrandinspektor Stephan Junghans und Kreisjugendfeuerwehrwart des Landkreises Greiz Christian Komorowski. Heinz Klügel überbrachte als 1. Beigeordneter die Grüße der Landrätin und gratulierte mit einer Ehrenplakette der Ronneburger Jugendfeuerwehr zu ihrem Jubiläum.
Gestärkt mit Wienern und Kartoffelsalat wurde der Bolzplatz in Beschlag genommen, einige Kinder tobten auf der Zeltplatzwiese oder in der Sporthalle. Am ersten Abend war Petrus den Campern noch wohl gesonnen – trotz zweier kurzer Schauer konnten Kinder und Betreuer lange an den Feuerkörben zusammensitzen.
Wie bei vielen Zeltlagern ist die erste Nacht recht kurz – um 5 Uhr waren die ersten Bewegungen auf dem Zeltplatz zu verzeichnen. Nach etappenweisem Frühstück hieß es dann fast pünktlich kurz nach 9 Uhr „Auf die Plätze, fertig … los!“ für die Zeulenrodaer Wehr, die damit das Geländespiel eröffnete. 10 Stationen mussten auf dem ca. 7 km langen Weg durch Ronneburg bis in die „Neue Landschaft“ (ehem. BUGA-Gelände) absolviert werden. Die Polizei mit einem Quiz sowie Mitglieder des SEG-Zuges mit einer 1.Hilfe-Station rundeten weitere Stationen, wie „Geräte ertasten“, Schlauchbootfahren oder ein ganz besonderes „Spinnennetz“, ab. Alle „Wanderer“ erreichten trocken das Ziel, auch wenn ziemlicher Wind dann das Warten erschwerte. An der Bühne begrüßte dann Ronneburgs Bürgermeister Manfred Böhme die Gäste aus dem Landkreis sowie aus Hessen.
Aufgrund des 50. Geburtstages danke die Ronneburger Wehr- und Vereinsleitung auch den ehemaligen Jugendfeuerwehrwarten, die mit ihrem Engagement auch zur erfolgreichen Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses beigetragen haben.
Neben weiteren Geschenken freuen sich die „Geburtstagskinder“ über einen Tagesausflug in den Freizeitpark Belantis bei Leipzig.
Zurück im Lager wurden wieder Bolzplatz sowie Sporthalle in Beschlag genommen. Aufkommender Regen sowie die Kälte verhinderten den Besuch des Sommerbades und verlagerten auch weitere Aktivitäten ins Innere. Mit Spannung wurde nach dem Abendessen die Auswertung des Geländespiels erwartet. Die meisten Punkte erreichten die Feuerwehren Brahmenau, Gambach, Seelingstädt sowie Wildetaube, wobei Seelingstädt dann aufgrund der Laufzeit „die Nase vorn“ hatte und sich über den dritten Zeltrucksack als Preis vom Kreisfeuerwehrverband freuen konnte. Die schnellsten Läufer waren die 4 „Knirpse“ aus Pölzig, die die reine Laufstrecke in 81 min. absolviert hatten. Alle Mannschaften erhielten einen Pokal sowie Urkunde und können sich so noch lange an ein tolles Wochenende erinnern.
Bis zum Sonntagmittag blieben die Himmelsschleussen geöffnet, so dass zumindest aus diesem Grund wohl alle froh waren, am Vormittag dann die Heimreise ins Trockene antreten zu können.
Alles in allem war es für die Teilnehmer und die Veranstalter ein gelungenes Wochenende, bei dem neue Kontakte geknüpft und alte wieder aufgefrischt werden konnten.
Wer weiß – vielleicht sieht man sich in Ronneburg … oder auch anderswo wieder.
Der Dank aller gilt insbesondere der Stadtverwaltung Ronneburg nebst Bauhof, die bspw. durch die Bereitstellung des Geländes die Durchführung des Zeltlagers ermöglicht haben. Ebenso danken die Veranstalter den Sponsoren, insbesondere Ronneburger Unternehmen und Gewerbetreibenden, die mit ihrer Unterstützung zum guten Gelingen beigetragen haben!
Cornelia Zorn, 23.07.2011








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